•  
  • Der moderne Knigge
  •  
Knigge in Stichworten und Fragmenten

1. Gutes Benehmen


Basics:

- Hände aus den Hosentaschen!
- Begrüßen von unten nach oben,
- Händedruck
- Körperhaltung
- In die Augen schauen
- Pünktlichkeit
- Distanz

Hygiene:

- Haare
- Hände und Fingernägel
- Duftwolken
- Zähne
- Hautpflege und make up, Ohren!


Pünktlichkeit:

- bei Einladungen zu Hause
- jemanden abholen
- Vorstellungsgespräch
- Veranstaltungen

Auf der Treppe:

- Die Schwächere oder die/der Ranghöhere geht vor.

Emotionale Intelligenz:

- Empathie
- Kommunikationsfähigkeit
- Beziehungskompetenz
- Selbstbewusstsein
- Zuhören
- Distanzzonen
- Intime Distanz-50 cm
- Persönliche D. 50-100 cm
- Gesellschaftliche D. bis 200 cm
- Öffentliche D. ab 400 cm.

Distanz überwinden:

- Blickkontakt eröffnen
- Zugehen bei Begrüßung
- Herbeiwinken
- Arbeit weglegen
- Sitz und Trank anbieten
- Aufstehen, wenn jemand reinkommt, wenn eine Damen herein- oder an den Tisch kommt
- Tabus: nicht anklopfen, ungebetene Ratschläge, ins Wort fallen

Begrüßung und Abschied:

- Derjenige, der den anderen zuerst sieht, grüßt zuerst. Der Jüngere den Älteren, der Herr die Dame.
- Aufstehen
- Händedruck
- Anrede
- Fräulein, nie Gattin/Gemahlin
- Hallo, junge Frau, Oma verboten
- Mit Rang und Namen
- militärischer Rang
- Reihenfolge
- Akademischer Grad
- Nicht akademische Titel
- Adel
- Amtstitel, Berufstitel

Vorstellen und Bekannt machen:

- Vorstellen: den Ranghöheren über den Rangniedrigeren zuerst informieren
- Bekannt machen: zwischen gleichrangigen
- Betiteln
- Ich bin...
- Keine Titel in der Anrede nennen

Duzen:

- Der Ältere dem Jüngeren anbieten, die Dame dem Mann.
- Hanseatisches Du. Sie mit Vornamen.

Verabschieden:

- In kleiner Runde persönlich. Bei großer im Kontaktbereich. Nicht vor den Ehrengästen gehen.Danke sagen !! Der Gastgeber beginnt die Tafel und hebt sie wieder auf.
- Abendessen bis max 24 h.
- Kann ich jemanden mitnehmen?
- Bietet der Gastgeber Kaffe an, dann raus! Dto Geschirr raus, Fenster auf.

- Danksagung am nächsten Tage!

Geschenke:

- Als Aufmerksamkeit Blumen mit Visitenkarte
- Anlassbezogen
- Blumen, Pralinen, Flasche Wein, Hörbuch, CD, Gutscheine,
- Blumen auspacken, jedoch nicht in Folie.
- Bei größeren Empfängen etc: im Voraus schicken per Boten mit Grußkarte
- Keine Blumen bei Kondolenzen!

Rote Rosen: gefährlich!
Chrysanthemen:nur bei Beerdigungen
Margeriten oder Tulpen: Versöhnung

Geschenke auspacken: sofort coram publico

Einladungsfristen:

- Spontanpartys: wenige Tage oder Stunden
- Feste: 2-4-Wochen
- Jubiläen; 1-2 Monate
- Hochzeiten etc: 2-3 Monate

- Schriftlich mit Antwortkarte: Genaue Anschrift, Anlass, Datum, Uhrzeit, Dauer, mit Begleitung, uAwg, ggf Kleidungshinweise, Programm,

Bewirtungshinweise:

- zu einem Abendessen
- Cocktailparty: Drinks und kleine Snacks
- Cocktaillaunge: Drinks mit Bufett
- Get-Together: Snacks mit kleinem Büfett
- Umtrunk: kleine Knabbereien
- Empfang: mit Häppchen oder Bukettbankett:

Abkürzungen:

- u.A.w.g. um Antwort wird gebeten
- p.m. zur Erinnerung bei voriger mündlicher Einladung
- s.t. sine tempore. Pünktlich!!!
- c.t. cum tempore, "akademisches Viertelstündchen"
- Um 19.00, pünktlich
- Ab 19.00, max 30 min delay
- 19.00 = c.t.
- von-bis, offen, speziell für Empfänge

Übliche Zeiten:

11:00h – Vormittagsempfänge, max 2 Stunden
11:00h – Brunch
12:00h – Dinner
16:00h – Tea time
18:00h – Abendempfang- bis max. 21.00
18:00h – Cocktailparty max 2 Stunden
19:00h – Cocktailprolonge max 4 Stunden
19:00h – Abendessen

Gastgeber
- er begrüßt am Empfang
- hilft bei der Garderobe
- macht die Gäste bekannt
- führt zum Sitzplatz
- bittet Drinks an und zu essen
- holt sich Betreuerhilfe

Der Nachbar
- Ruhezeiten
- Zimmerlautstärke
- Tiere
- Dresscode at home
- Party
- Blumen gießen
- Einweihung

2. Kommunikation


Mimik und Gestik:

- Mimik ist der Gesichtsausdruck: Trauer, Freude, Gefühle und Wertungen.
- Gestik gleich Körpersprache.
Tabu:
- Stinkefinger
- Auf Menschen zeigen
- Handspiele, Hosentaschen, Bleistift,
- Arroganz
- Eitelkeit
- Augenkontakt

Offene und geschlossene Körperhaltung
Sitzen; Beinüberschlag, Armhaltung

Small Talk:

- Beim Namen nennen
Themen:
- Wetter
- Der Ort, an dem sie sich befinden: Einrichtung, Dekoration
- Thema der Seminare, Vorträge, Veranstaltungen
- Essem, Trinken
- Kunst, Kino, Theater, Konzerte, Museen, Ausstellungen...
- Der Wohnort
- Familie, Kinder Tiere
- Beruf
- Hobbys
- Reisen
- Zeitungslektüre

Themen, die strittig sind, tunlichst vermeiden
Immer dem anderen zuhören und nicht ins Wort fallen!

Gesprächskiller:

- "Typisch Mann...", Frau, Ausländer, Bayer...Klischees
- "Das verstehst du nicht!"
- "Das weiß man doch."
- "Wir haben schon alles versucht, aber es geht nicht."
- "Nette Idee, aber praxisuntauglich."
- "Seien Sie doch nicht so empfindlich..."
- "Du bist immer so launisch..."
- "Du benimmst dich kindisch!"
- "Dir fehlt ein Mann/Frau."
- "Du hast darin keine Erfahrung."
- "Hast wieder nicht aufgepasst?!"

Moderne Korrespondenz

Akademische Grade und Titel:

B. Bachelor
M. Magister MA
Dipl.
MBA
Lic. Lizensiat der Theologie
Dr. phil, jur, med.rer oec,
Dr. h.c,
Prof.
Prof. h.c
Dr. mult
Dr. jur.utr.

Adel:

Prinz
Großherzog
Herzog
Fürst
Graf
Baron
Freiherr
Junker / Ritter und Edler

Die Visitenkarte:

- Der Gast zuerst
- Beim Überreichen in die Augen schauen
- Etui
- Sauber
- Frühzeitig
- Tabu: die Karte nicht lesen!

3. Kleider machen Leute


Dresscodes:

Kleiderordnung: Vorgabe oder Empfehlung?
Dresscode: gleich Kleiderordnung
Hinweis: Möglichst einhalten

Die Wichtigsten:

Business: klassisch, seriös, edel
Business casual: leger und seriös, mit Krawatte
Smart casual: gehobene, elegante Freizeitkleidung, ohne Krawatte
Casual wear: sportlich bequem freizeitlich aber angezogen

Offizielle Garderobe:

- white tie/großer Gesellschaftsanzug: Frack mit weißer Fliege, langes Abend- oder Ballkleid
- black tie/ kleiner Gesellschaftsanzug: Lang oder Cocktailkleid, Smoking, Dinner Jacket
- habit noir: Wahl zwischen Frack und Smoking

Frack und Smoking sind reine Abendanzüge und dürfen kein Tageslicht sehen. Zu allen Veranstaltungen, die vor 17.00 beginnen, ist Smoking und Frack tabu!

Abendanzug:
- auch Cut oder Stresemann, sie Abendkleid, bei Cut elegante Tageskleidung.

- Dunkler Anzug: Kostüm, Hosenanzug, Cocktailkleid, er: dunkler Anzug, nicht schwarz oder braun, einfarbiges helles Hemd, Krawatte

Straßenanzug: Kleid, Kostüm, Hosenanzug, er: auch Kombination, Krawatte

Bei offiziellen Auftritten:

- schwarze Schnürschuhe sauber
- Hände, Frisur
- Schlichter Schmuck
- Dezentes Deo, Parfüm
- Hosenanzug, Kostüm, Feinstrumpfhose
- Dezentes make up
- Anzug + Krawatte

Tabus:
- schmutzige, ungepflegte, abgelaufene Schuhe
- Sandalen, Jogging, Turnschuhe
- Socken mit comics etc, Tennis, hellbraun
- Schrille Krawatten mit Bärchen o.a.
- Groß gemusterte Jacketts, Strumpfhosen
- Leggins, Minis,
- Tops, durchscheinende Blusen, schulterfrei, "Arschgeweih", "Bauchnabelschau"
- Erotica
- Glitter oder zu üppiger Schmuck
- Aufdringliche Düfte, verschmierte Farben, Nuttenmakeup
- Tatoos, piercing
- Nicht altersgemäß
- Misdressed, over-underdressed
- Nackte und behaarte Beine
- Toupets
- Damen ohne Strümpfe, Laufmaschen

Die Basics der Garderobe sollten neutral, dezent, gebügelt und selbstverständlich sauber sein. Es muß alles zusammen passen.

Bewegungsfreiheit, knitterarm, formstabil

Die Sprache der Farben
Farbwirkungen:

Rot: Energie, Stärke, Vitalität, Dynamik. Wirkt kraftvoll, sinnlich, wärmend, optimistisch. Nur ganz gezielt einsetzen. Sie kann auch aggressiv und aufdringlich wirken.

Gelb: Fröhlichkeit, Optimismus, Kommunikation. Wirkt: freundlich, heiter, leicht. Nur als Farbtupfer verwenden, nie ganz

Blau: Ordnung, Zuverlässigkeit, Zufriedenheit. Wirkt entspannt, sachlich, neutral

Orange: Kreativität, Lebensfreude, Ausgelassenheit. Wirkt ermunternd, fröhlich, gesellig. Nur als Farbtupfer einsetzen.

Grün: Ruhe, Ausgeglichenheit, Natürlichkeit. Wirkt Beruhigend, erfrischend, zuverlässig

Violett: no go!

Braun: Geselligkeit, Solidität, Zuverlässigkeit. Wirkt bodenständig, sinnlich, bescheiden, tiefgründig.

Grau: Neutralität, Sachlichkeit, wirkt seriös, nüchtern.

Weiß: Klarheit, Frische, Ehrgeiz, wirkt ordnend, berechnend.

Schwarz: Individualität, Dominanz, Tod, wirkt feierlich, ablehnend, blass, energielos


4. Bei Tisch und im Restaurant


Basics des Tisches:

Der Tisch ist bei einer Einladung das Zentrum. Das Arrangement spiegelt auch den Anlass und die Wertschätzung des Gastgebers wieder. Und es verrät viel über dessen persönlichen Stil. Eine Einladung ist sorgfältig zu planen.

Vorher chequen : Sitzgelegenheiten und Geschirr, Besteck. Probieren sie vorher aus, pro Person rechnet man mit einem Abstand von 80 cm zwischen zwei Tellermitten. Stühle mit Hussen.

Als Tischdecke weißen Stoff. Der Überhang 25-30 cm, Mittelbrüche längsseits.

Tabu: Plastik, Papier, Lack.

Platzteller als must.

Tischkarten
Menükarten: links trinken-rechts essen.
Stoffservietten, bloß keine Motive!!!!
Geschirrfarbe weiß

Grundausstattung
Platzteller, Kaffeetassen mit Tellern, Kaffeekanne, Teekanne, Zuckerdose mit-Zange, Milchkännchen, Dessertteller, flache Teller 25/19 cm, Suppenteller, Ragout- Gemüseschüssel, Salatschale mittel, zwei Fleischplatten, Sauciere, Suppenterrine.

Gehobene Erweiterung: Kompottschalen, Müslischalen, Butterdose, Konfitüredose, Teetassen mit Tellern, Mokkatassen, Gemüseschüsseln, Servierplatten, Tortenplatte,

Ergänzungen: Salz- Pfefferstreuer, Kuchenplatte, Beilagenschale, Große Salatschale, Senfdose, fischplatte, Fischteller, Grätenschale, Fingerschalen, Spargelplatte, Butterpfännchen, Antipastiteller,

Besteck:

Das Besteck wird zwei Finger breit von der Tischkante weg angeordnet, von innen nach außen. Tuch verwenden. Gabeln links, Messer und Löffel rechts. Dessert und Käse oberhalb, gabeln spitze nach rechts, Messer und Löffel nach links. Buttermesser auf dem Brotteller. Notfalles Besteckbänkchen.

Essbesteck: dreiteilig

Fischbesteck

Dessertbesteck

Spezialbestecke. Austerngabel, Hummerzange und –gabel, Schneckenzange und –gabel, Kaviarmesser und –heber, Krebsgabel und Messer, Weintraubenschere,

Vorlegebestecke: Suppenkellen, Tranchierbesteck für Geflügel und Fleisch, Bratengabel, Bratenlöffel, Fleischvorlagegabeln, Fischvorlegebesteck, Lachsmesser, Saucenschöpfer, Spargelheber, Spagettizange, Beilagenlöffel, Salatvorleger, Käsemesser, Parmesanmühle, Tortenmesser, Tortenheber, Eisheber, Gebäckzange

Gläser:
Immer sauber und vor Gebrauch mit Glashandtuch polieren!!!

Grundausstattung: Sektflöte, Weißwein, 2 Rotwein, Longdrinks, Sherry, Likör, Wasser, Biertulpen, Cognacschwenker

Erweiterungen: Sektkübel, Weinkühler, Eiszange, Bowleset, Wasserkrug, Saftkrug, Dekantiere, Weinkaraffe, Sedimentsieb, Stamper, Whiskyglas, Chiantiglas, Grappaglas,

Rotweingläser sind immer größer als bei Weißweinen. Einschenken immer max. 1/3, am Stil anfassen, nicht anstoßen außer Champagner,

Gedecke:

Richtglas ist Rotweinglas. Es steht im Kreuzungspunkt von Fleischmesser und Dessertgabel, das Weißweinglas rechts darunter, das Sektglas links darüber, ganz rechts außen das Wasserglas - ganz selten: Bier. Dann folgt der Aperitiv.

Der Brotteller steht links vom Gedeck. Mitte Mitte.
Teller vorher anwärmen.

Rechts dürfen max. vier Teile liegen, links max. drei.
Kleines, mittleres, großes Gedeck

Frühstücksgedeck: ohne Platzteller, kleiner Teller, Kaffe/tee mit Teller, Eierbecher, Müslilöffel und –schale, Saftglas, Serviette
Kaffeegedeck, Kuchenteller, Serviette, Kaffe/Tee, Löffel, Gabel,

Büfett:

Alle Gerichte müssen für den Gast leicht erreichbar sein. In der Mitte sind die Höhepunkte platziert.

Teller, Bestecke und Servietten befinden sich rechts. dann kalte Vorspeisen, Suppe, Hauptgerichte mit Fisch oder Fleisch, Käse, Desserts.

Stövchen oder Warmhalteplatten. Getränke und Gläser stehen separat.

Tischsitten:

Grundsätzlich eröffnet und schließt der Gastgeber.

Grundsätzlich wird erst angefangen, wenn alle am Tisch sitzen und ihr Gericht bekommen haben. Aufstehen darf man erst, wenn alle mit Essen fertig sind.

Make up darf nie bei Tisch aufgefrischt werden.

Zahnstocher bei Tisch ist absolutes no go.

Handys ausschalten!

Schuhe anlassen, auch wenn sie noch so drücken.

Sitzordnung:

Sitzen sie gerade und aufrecht, die Rückenlehne hat ihren Sinn. Sitzen sie auf der ganzen Fläche, beide Füße stehen nebeneinander auf dem Boden.

Die Hände sollten nur bis zum Handgelenk auf dem Tisch aufliegen. Sollten sie das Besteck gerade halten, kann man sich ggf. leicht mit den Unterarmen abstützen, nie mit dem Ellenbogen.

Die Arme sind locker und körpernah, auch wenn man die Gabel zum Munde führt.

Die Speise wird zum Mund geführt, nicht umgekehrt, in sich hineinschaufeln.

Nicht den Arm schützend um den Teller legen. Greifen sie nicht über den Teller des Nachbarn. Bei gesellschaftlichen Runden platzieren sie die Gäste nach Hierarchie und Geschlecht.

Ehrenplätze sind rechts vom Gastgeberin und Gastgeber. Der weibliche sitzt rechts on Hausherrn, an der Wandseite mit Blick in den Raum, der männliche rechts von der Hausfrau. Die linken Plätze sind für die Gäste reserviert, der Hierarchie nach. Je näher am Gastgeber, desto höher gestellt.

Gäste kommen vor den Verwandten, ausländische vor den inländischen. Damen und Herren werden abwechselnd gesetzt. Jubilare werden nebeneinander gesetzt, ansonsten getrennt, jedoch immer mit Blickkontakt. Die Tischpartnerin ist immer die Frau zur Rechten.

Bei großen Veranstaltungen ist ein Sitzplan angebracht. Vorgegebene Sitzordnungen dürfen nicht eigenmächtig verändert werden. Das nennt man auch heute noch: ungezogen.

Im Restaurant weist ebenfalls der Gastgeber den Platz an. Achten sie auf die anderen Gäste, lassen sie älteren Gästen oder Frauen den Vortritt. Erst auf Aufforderung des Gastgebers setzen sich alle. Vorstellen beim jeweiligen Nachbarn vorher.
Traditionell rückt der Herr seiner Tischdame den Stuhl zurecht.

Servieren:

Damit es nicht tropft, ist darauf zu achten, dass die rechte Seite der Platte am linken Tellerrand ihre Sitznachbarn heranreicht.

Von rechts:
Getränke einschenken
Benutzte Gläser abservieren
Sauberes Geschirr eindecken
Alle Speisen servieren
Besteck auf der rechten Seite nachdecken
Tee/Kaffee servieren

Von links:
Brotteller, Salatschale, Fingerschale eindecken/abräumen
Besteck auf der linken Seite nachlegen
Servierplatten und Schüsseln reichen
Speisen vorlegen.
Den Tisch von Krümeln befreien

Zuerst bekommen die Ehrengäste serviert, die Gastgeber zuletzt. Von rechts im Uhrzeigersinn, von links entgegen.

Besteck und Gläser:

Aufnehmen von außen nach innen. Einmal aufgenommene Teile nie wieder auf das Tischtuch legen. Immer auf den Tellerrand legen. Die Gabel wird waagrecht gehalten, leicht nach unten geneigt. Wölbung nach unten. Der Löffel wird waagrecht zum Munde geführt, nicht randvoll. Zum Munde führen, nicht ablecken!

Fingergebrauch: erlaubt bei Artischocken, Austern, Grillwürsten, Hummer, Krebse, Kräcker, Maiskolben, Muscheln, Sprotten, Weißwürste. Immer mit Fingerschale.

Beim Sprechen nicht mit Besteck!
Bestecksprache: Pause “zwanzig nach sieben“. Ende „zwanzig nach vier“.

Gläser am Stil fassen, nicht am Glaskörper.. Einschenken bis max. 1/3. Nur mit Champagner wird angestoßen.

Servietten:

Vor jedem Schluck die Serviette benutzen. Wenn man den Tisch während des Essens verlassen muß, auf den Stuhl legen, benutzte Seite nach innen. Die Serviette so lange auf dem Schoß liegen lassen, bis der Gastgeber seine links gefaltet neben das Gedeck legt. Das ist das Zeichen, dass das Essen beendet ist. Papierservietten nie geknüllt ins Essensreste legen. Fällt die Serviette auf den Boden, nicht aufheben, neue bestellen.

Essen:

Brötchen schneidet man nicht wie eine Frühstückssemmel auf, sondern bricht sie.

Der Gastgeber eröffnet mit guten Appetit.

Teller werden nicht berührt.

Schneiden sie kleine Stücke ab. Salat wird nicht geschnitten, sondern mit dem Besteck gefaltet. Erst probieren, dann nachwürzen.
Tischgeräusche vermeiden.

Mit vollem Munde spricht man nicht. Kauen mit geschlossenem Mund.

Die Zunge bleibt im Mund.

Nachschlag wird angeboten, nicht gefordert.

Kerne, Gräten auf den Teller, nie in den Aschenbecher.

<>Trinken:

Der Gastgeber fordert immer zum ersten Schluck auf, indem er sein Glas erhebt und den Gästen zuprost. Trinken erst dann, wenn der rechte Tischnachbar zugeprostet hat. Getrunken wird nur mit leerem Mund.

Nicht in einem Schluck trinken.
Beim Anstoßen ( nur mit Sekt!oder Champagner!) dem Gegenüber immer in die Augen schauen.

Die Gläser berühren sich an der Oberkante. Nach dem ersten Schluck blicken sie ihr Gegenüber erneut an, heben das Glas erneut an und setzen es dann ab.

Aperitifs werden vor dem Essen gereicht.

Wenn die Weinsorte wechselt, nicht weitertrinken, Glas stehen lassen. Oder darum bitten.

Der Tischherr kümmert sich um das Wohlergehen seiner Tischdame. Er soll sie unterhalten.

Keine Gespräche quer über den Tisch.
Auch das Buffet wird vom Gastgeber eröffnet. Vorher darf sich keiner bedienen, auch nicht naschen.

Für jeden Gang einen frischen Teller. Nicht einzelne Gänge vermischen. Volle Teller sind eklig!

Brot zum Abschneiden mit Tuch anfassen.

Wichtige Begriffe:

Bankett: Festmahl mit bestimmtem Ablauf

Brunch: Frühstück und Mittagessen zusammen

Dinner: festliches Abendessen

Lunch: leichtes, schnelles Mittagessen

Running Dinner: die einzelnen Gänge werden an verschiedenen Plätzen serviert

Super: Veranstaltungen mit Essen und Tanz

Soiree: Abendveranstaltung mit vorherigem Essen

Alkohol
Zurückhaltung ist oberstes Gebot. Hier wie beim Essen ist es höchstes Gebot, religiöse Gewohnheiten anderer zu tolerieren und zu respektieren. Also, vorher bei Einladungen durchdenken.

Ablehnungen diskret, keine Hand über Teller oder Glas.

Wie isst man was?

Ananas: mit Obstbesteck

Äpfel: schneidet man mit oder ohne Schale in mundgerechte Stücke, dann entfernt man das Kerngehäuse.

Apfelsinen: Schale weg, Haut abziehen, zerteilen und mit den Fingern essen.

Artischocken: Mit den Fingern zupft man von unten beginnend Blatt für Blatt heraus, tunkt es in die Dips und saugt das Fleisch heraus. Rest auf den Teller. Das Stroh wird mit dem Dessertlöffel entfernt, der Boden wird mit Besteck gegessen.

Austern: werden mit geöffneter Schale serviert. Werden in der Regel mit geöffneter Schale serviert. Serviette in die linke Hand, darein die Schale. Mit der rechten Hand die Austerngabel. Festes Fleisch lösen, Zitronensaft darüber und Pfeffer, dann schlürfen. Meerwasser nicht auslaufen lassen.

Avocado: gibt es als Vorspeise. Aufgeschnitten serviert, mit dem Löffel ausschaben

Bananen: Schälen und dann mit Besteck essen.

Beeren: mit Daumen und Zeigefinger, in den Zucker eintauchen, Stil auf den Tellerrand.

Birnen: Mit dem Obstbesteck vierteln, in mundgerechten Stücken essen.

Brot: Nicht gestattet: auftunken oder als Schieber benutzen. Ausnahme: Kräutersaft bei Schnecken.

Kanapees: in Serviette legen und mit der Hand essen.

Feigen: Halbieren und auslöffeln

Fisch: Mit Fischbesteck. Bei ganzen Fischen Kopf und Schwanz entfernen. Dann Haut vom Kiemen aus am Rücken entlang aufschneiden, abheben. Gräten und Grat auf den Abfallteller. Filets von den Gräten heben. Gräten an den Tellerrand.

Fleisch: Nicht quietschend sägen, kleine Esshappen.

Geflügel: Mit dem Besteck essen. Nur wenn Fingerschale und Banderolen mit der Hand.

Hummer: Mit den Fingern. Gelenke und Scheren mit der Hummerzange knacken, Fleisch mit der Hummergabel. Beinchen aussaugen.

Kartoffeln: in kleine Stücke teilen, nicht matschen.

Käse: Milde beginnen. Mi Zacken des Käsemessers auf den Teller. Rinde abschneiden.

Kaviar: mit einem Perlmutlöffel.

Kiwis: horizontal schneiden und mit Kaffeelöffel auslöffeln.

Knoblauch: bitte nicht! Min. zwei Tage vorher nicht essen.

Knödel: wird mit der Gabel zerteilt.

Maiskolben: werden mit Maispickern serviert. Abnagen.

Mandarinen: Schälen und spaltenweise in den Mund.

Melonen: Schale mit Messer abschneiden, in kleine Stücke teilen.

Muscheln: Muscheln als Zange benutzen.

Oliven: mit der Gabel. Kern auf den Tellerrand mit der Gabel, nicht den Fingern.

Pastete: nie mit dem Messer, immer Gabel oder Löffel.

Salat: mit der Gabel ein Paket formen.

Schnecken: serviert in Spezialpfannen mit Zange und Gabel.

Garnelen: Mit den Händen auslösen.

Spaghetti: nie mit dem Löffel. Nie mit dem Messer zerkleinern.

Spargel: Serviert mit der Spitze nach links. Die Spitze zuerst in den Mund.

Suppe: Zum Auslöffeln nie kippen. Mit der Löffelspitze zuerst, Pusten tabu, dto. Brot.

Würfelzucker: mit Zuckerzange.

Kleine Menukunde:

3-Gänge Menü: Vorspeise oder Suppe, Hauptgang und Dessert

6-Gänge Menü: kalte Vorspeise, Suppe, warme Vorspeise, Fisch, Hauptgang mit Gemüse und Salat, Dessert

8-Gänge Menü: kalte Vorspeise, Suppe, warme Vorspeise, Sorbet, Hauptgang, Käse, Dessert, Kaffee

Sonstige Regeln: keine Kombination mit gleichen Zutaten, Farben, Aromen und Zubereitung. Aufsteigende Geschmacksintensität.


Kleine Weinkunde:

Faustregeln : leichtes vor schweres, weiß vor rot, trocken vor lieblich

Aperitif: leichter weißer, Sekt, Sherry

Vorspeisen: leichter und trockener weißer oder leichter Rose.

Helles Fleisch, Geflügel: kräftige weiße, rose oder leichte rote

Fisch: weißer. Je kräftiger der Fisch desto herzhafter der weiße

Dunkles Fleisch: Kräftige weiße oder rote.

Käse: alles erlaubt

Rebsorten rot: Blaufränkisch, Cabernet Sauvignon, Lemberger, Trollinger, Tempranillo, Chianti, Merlot, Montepulciano, Portugieser, Zinfandel, Shiraz, Garnacha, Vernatsch

Rebsorten weiß: Bacchus, Chardonay, Gewürztraminer, Grauburgunder, Gutedel, Grüner Veltliner, Pino Grigio, Kerner, Müller-Thurgau, Riesling, Silvaner, Sauvignon blanc, Scheurebe, Traminer, Weißburgunder

Temperieren und Dekantieren:

Süßer weißer: 4-6
Trockener weißer, Rosewein, Champagner: 6-10
Leichte: 10-14
Rotweine: 14-17
Dekantieren nur bei roten Lagerweinen. Zweck: Weinstein abfiltern und oxydieren
Zwei Stunden vorher.

Im Restaurant:

Daran erkennen sie ein gutes Lokal:


Die Räumlichkeiten sind geschmackvoll eingerichtet.

Das Personal ist beim Ablegen der Garderobe behilflich, sauber gekleidet und gepflegt.

Die Mitarbeiter sitzen nicht essend oder schwatzend in einer Ecke.

Man geleitet sie an den reservierten Tisch. Der Tisch ist sauber.

Das Personal zündet von sich aus die Kerze an, die in einem sauberen Halter steckt. Abgebrannte sind ausgetauscht.

Der Brotkorb wird ohne Auforderung nachgefüllt. Die Gerichte kommen gleichzeitig und heiß. Wein und Wasser wird nachgeschenkt.

Aschenbecher werden geleert.

- Der Herr geht vor. , der Gastgeber auch. Beim Verlassen geht der Gastgeber zuletzt.

- Wenn aus der Speisekarte ausgewählt wurde, wird diese zugeklappt das Zeichen zum bestellen

- Dessert wird nach dem Hauptgang bestellt. Um ihren Gästen beim Bestellen behilflich zu sein, geben sie den Rahmen vor.

Wer einlädt, führt. Nur der Gastgeber erhält die Weinkarte. Der Gastgeber eröffnet durch anheben des Glases und zutrinken. Der Gastgeber das tempo vor. Pausen einlegen. Fürchterlich: vom Teller des anderen probieren.

Reklamationen:
- "Zutaten fehlen."
- Fleisch oder Fisch ist nicht gar, riecht, ist versalzen, kalt oder mit „Fliegen-Einlage“
- Der Wein korkt oder falsch temperiert
- "Die Rechnung stimmt nicht!"
- Die Rechnung kommt nicht, nach 40 Minuten können sie gehen
Tabu: Besteck holen, Karte holen

Bezahlen und Trinkgeld separiert..

5. Veranstaltungen

Eintreten allgemein:

Der Ranghöhere tritt zuerst ein. Der Mann hilft der Dame aus dem Mantel. Erst dann zieht er seinen aus. Beim Anziehen hält der Mann den Mantel so, dass die Dame bequem einschlüpfen kann.

Der Dame nie die Handtasche wegnehmen, nur halten nach Aufforderung. Helfen sie als Mann nie der Partnerin eines anderen in/aus dem Mantel.

Theater, Konzert, Oper:

Angemessene Festkleidung. Nie in Bermudas, Turnschuhen, Arbeitskleidung, Sportkleidung. Pünktlichkeit steht, wie im ganzen Leben an erster Stelle. Beim Vorbeigehen den anderen nie das Gesäß zeigen. Aufstehen! Gegen Ende bis Beifallsende sitzen bleiben.

Handys aus!!!!!!

Nicht rascheln. Nicht trinken und essen. Nicht fotografieren. Duftangriffe mit Knoblauch, Körpergeruch, Mottenkugelaroma oder Nuttendiesel vermeiden. Nie vor dem Applaus gehen. Müll liegen lassen.

Tanzveranstaltungen:

Beim Gesellschaftstanz geht es auch heute um das feine Spiel der Geschlechter.

Der Herr hofiert, die Dame lässt gekonnt leiten. Beim Tanzen führt immer der Herr, das Jackett immer geschlossen.

Die Hände sind nicht in Hosen- oder Jackentaschen, keine Zigarette oder Bierglas in der Hand.

Die Dame geht an seiner rechten Seite. Lockere Tanzhaltung, die Dame anlächeln und: tanzen. Darf ich bitten? Ist erlaubt. Nicken sie beim Auffordern der Begleitung zu.

Tabu: auf die Tanzfläche zerren oder bloßes Kopfnicken. Der Herr achtet auf die Tanzkunst der Partnerin, die mögliche Geschwindigkeit und Schrittgröße, das Platzangebot und die Mittänzer. Wirbeln sie die Dame nicht rücksichtslos herum. „Das Berühren der Figüren mit den Pfoten ist verboten“

Die Tanzpartnerin wird an den Platz zurückgeführt, Stuhl zurecht gerückt und bedankt.

Wechseln sie die Tanzpartnerin, niemals nur mit der eigenen Begleitung, dabei kein turteln etc. Kleben sie nicht an der neuen Flamme. Nach einem Korb nicht die Nächstbeste schnappen, drei Tänze abwarten. Frühere Regelungen erwähnen.

6.Souverän im Business


Basics:

Nach Zeiten achtloser Lässigkeit hat sich die Richtung gedreht. Gekonntes Auftreten gehört heute im Berufsleben neben einem fundierten Fachwissen obligatorisch dazu.

Wichtig ist die Gesamtausstrahlung:
- gute Umgangsformen
- ein gepflegtes Äußeres
- Selbstsicherheit
- Charakter und Herzensbildung
- Allgemeinwissen und Geistesbildung

Traditionelle Geschlechterrollen schwinden. Mitarbeiter werden immer mehr zu einem Aushängeschild eines Unternehmens. Interkulturelles Know-how ist unverzichtbar.

Dresscode:

Folgende Fragen helfen bei der Auswahl der Garderobe:
- Um welchen Anlass handelt es sich?
- Was ist das Ziel?
- Wer ist alles dabei?
- Welchen Eindruck soll ich vermitteln?

Allgemeine Regeln:

Pflege: Die Kleidung muß sauber, gepflegt und gebügelt sein. Sind alle Knöpfe dran, hängen irgendwelche Fäden, sind Nähte aufgerissen?

Farbe: Im Geschäftsleben grundsätzlich sparsam mit kräftigen Farben. Basisgarderobe dezent mit Farbtupfern. Wenige Accessoires. Je höher die Position, desto dunkler die Kleidung.

Material: Hochwertig.
Gürtel etc.: Er sollte in Farbe, Qualität und Stil den Schuhen und der Tasche angepasst sein. Alles muss mit der Kleidung harmonieren.

Businesskleidung für sie:

Kostüme oder Hosenanzüge sollen in dezenten Farben gehalten sein und gut sitzen. Nur Frauen können Farben gezielt einsetzen.

Kleider und Röcke dürfen nie so kurz sein, dass sie mehr als eine Handbreit über dem Knie freigeben.

Blusen sind ebenfalls dezent, sauber und gebügelt. Im Gegensatz zu Männern dürfen Frauen auch im Hochsommer kurzärmeliges tragen.
Feinstrumpfhosen sind auch im Hochsommer ein Muss! Ggf. Ersatz mitnehmen.

Schuhe sollten geschlossen, in Ordnung und gut gepflegt sein. Keine abgelaufenen Absätze.

Accessoires und Schmuck dezent und unaufdringlich. Max 5 Teile.
Make Up und Düfte alltäglich und dezent.

Tabus:
Kleider, Kostüme und Hosenanzüge in grellen Farben, auffälligen Mustern oder –Kombinationen. Keine Körperbetonung. Stichwort „Wurstpelle“

Alltagsjeans, flippige Hosen und Jacken, Lederbekleidung, Miniröcke und Minikleider, Bermudas und Hotpants

Blusen, die figurbetont oder gar hauteng, durch sichtig, knallbunt oder gemustert sind, tiefe ausschnitte, bauchfreie Tops und schulterfreie Pullis. Ausnahme: feines Top unterm Blazer, immer nur zusammen.

Feinstrumpfhosen mit Laufmaschen, ausgeleierte Strumpfhosen, Strapse oder gar keine Strumpfhose – no go

Schmutzige Schuhe, abgelaufene Hacken. Sandalen, Gesundheitsschuhe, Turnschuhe hohe Absätze.

Goldkettchen, Piercing, Riesenohrringen Glitter

Schrilles make up, schwere Duftangriffe

Businesskleidung für ihn:

Anzug in gedeckten Farbe( dunkelgrau, blau, Anthrazit) keine Nadelstreifen.

Hemden in weiß, hellgrau oder hellblau, sauber und gebügelt, gut sitzende Ärmel( Manschette muß 1 – 2 cm blitzen) sauberer Hemdkragen. Auch im Sommer lange Ärmel.

Krawatte dezente Farben, auf Hemd und Anzug und Anlass abgestimmt.

Socken sind schwarz und wadenhoch. Man darf keine behaarte Haut sehen.

Schuhe geschlossen, schwarz, geputzt, geschnürt.

Accessoires dezent. max. 5 Teile.

Tabus:
Anzüge in bunten Farben oder auffälligen Mustern

Bermudas, Shorts, Kombinationen mit Socken und Sandalen, flippige Hosen, Jeans, Lederkluft.

Hemden in bunten Farben, Mustern, unpassendem Schnitt, Hemd aus der Hose

kitschige Krawatten oder aus Leder bzw. Polyester - dann gilt: "Heute lieber ohne Krawatte."

Tennis- oder bunte Socken

Abgelaufene und schmutzige Schuhe. Sneaker, Sandalen, Turnschuhe, Gesundheitsschuhe, Trecking,

Goldkettchen, Ohrringe, piercing

Grundregel für Schuhe:

- schwarz, geschnürt.
- Glattleder zu Flanell
- Wildleder zu Cord und Tweed
- Budapester zu Schurwolle, zum Anzug nur schwarz
- Lackschuhe zu Smoking und Frack

Am Arbeitsplatz

"Das kommt an!":
- Höflichkeit, Freundlichkeit, Charme, Humor
- Wertschätzung, Toleranz, Rücksichtnahme,
- Interesse, Hilfsbereitschaft
- Sachlichkeit
- Verantwortungsbereitschaft
- Meinungsstärke
- Zivilcourage
- Grenzen setzen
- Konflikte zunächst unter 4 Augen

"Das kommt nicht an!":
- Pausenclown, Geschwätzigkeit
- Im Gespräch stehen, wenn der andere sitzt et "vice versa"
- Selbstbeherrschung verlieren
- Arroganz, Aufschneiderei
- Übereifer
- Mit Erotik spielen
- Klatsch, Tratsch, mobbing
- Gewohnte Abläufe ohne Abstimmung verändern

Duzen:

In den letzen Jahren hat sich das so genannte "hanseatische Du" durchgesetzt: Siezen mit Vornamen.

Das geschäftliche Du ist nicht gleichzusetzen mit dem freundschaftlichen.
Distanz sollte immer gewahrt bleiben.

Rangfolge beachten. Es geht immer vom Älteren oder Ranghöheren aus.

Bei Annahme sind Umarmungen und Trinken verboten.

Generell ist es immer noch eine Beleidigung, einen anderen ungefragt zu duzen.


Vorstellungsgespräch:

Die erste Hürde ist genommen. Auf den ersten Eindruck kommt es nun an. Bereiten Sie sich gut vor.

Vergessen Sie nicht:
- Schuhschnellglanz, Kamm, Pfefferminz, (Ersatzstrumpfhose,) Stift, Notizbuch

Darauf achten Personalentscheider:

- Erscheinungsbild ( Stil und Pflege der Kleidung- eher zu konservativ und seriös)
- Umgangsformen ( gutes Benehmen)
- Pünktlichkeit
- Auftreten ( Haltung und Verhalten)
- Sprache ( Wortschatz, Aussprache, Dialekt)
- Stimme ( Klang und Lautstärke)
- Auffassungsgabe ( Verstehen, Reaktionszeit, Fragestellungen)
- Allgemeinbildung
- Freundlichkeit

Bei Getränken ist Vorsicht angesagt. Sicher werden sie zu Beginn gefragt. Am besten stilles Wasser du Kaffee oder Tee. Keinesfalls Alkohol (Sucht-Test)

Man wird genau beobachtet!
- immer Blickkontakt mit den Gesprächspartnern, vor allem beim Begrüßen und Verabschieden.
- Guten Stand auch beim Sitzen, keinen Überschlag
- Fester Händedruck
- Körper entspannt, gerade und aufrecht, Arme locker an der Seite
- Halten sie inne, solange der andere spricht.
- Hören sie gut zu, stellen sie Fragen
Selbsttests:
- Test-Essen
- Test-Einladung
- Unterwegs

7. Sonstiges


Mit öffentlichen Verkehrsmitteln:

- Höflichkeit und Hilfsbereitschaft, kein Drängeln, andere zuerst aussteigen lassen,
- Sitzen, Platz anbieten
- Musik tabu
- Zeitung lesen – gefaltet
- Fenster öffnen, vorher fragen
- Müll entsorgen
- Gepäck verstauen, Rucksack ablegen
- Keine Hygienepflege – nicht popeln, nicht am Sack kratzen

Mit dem Auto:

- Tür auf beim ein- und aussteigen
- Rauchen tabu
- Sauberkeit – keine Müllhalde

Im Flugzeug:

- Gepäckstau und im Gang stehen, Crew grüßen
- Sitzlehne aufrecht beim Essen
- Unterhaltung nicht über Lehne
- Landung nicht klatschen
- Aussteigen, sitzen bleiben

Auf Reisen:

- Vorbereitung, informieren sie sich
- Kleidung überall angemessen, no gos!
- Rauchende Frauen
- Anderes Essen
- Trinkgeld
- Fotografieren vorher fragen

Tabus:
- Kirchen etc bedeckte Arme und Beine, no Shorts, Tops, Minis, Adiletten
- Reiseleiter 2 bis 4 E pp und pd, Busfahrer e E, Gepäck 1E
- Bettler nie Kindern Geld geben,
- Gepäck – keine Bags, Pflegemittel, Hosenbügel, Kleidersack, Handgepäck, Label, Inhalte
- Unpünktlichkeit bei Gruppen
- Hotelsouvenirs verboten

International:

England: No handshakes! Que up
USA: No handshakes! sexuelle Diskriminierung Tischeinteilung, nicht an fremde Tische , restroom anstaat toilette
Griechenland: ja/nein
Spanien
Türkei: Schuhe aus, Frauen
Indien: Verbeugung mit gefalteten Händen
China + Japan: Verbeugung mit Händen aufs Knie, Visitenkarten beidhändig, kein Blickkontakt, Rülpsen und Schmatzen erlaubt
Arabien: Arm in Arme, Händchen halten, Ramadan, kurze Hosen, abenteuerlustige Frauen

©cg